Beschreibung

„Das Verschwinden der Ferne“
Zehn Tracks mit Musik zu zehn Gedichten von acht verschiedenen deutschsprachigen Dichtern sind auf dieser Scheibe. Die Texte sind gut gewählt: Schnuppelig beginnt es schon mit „Liebe ist kein Zauberstab“ von Heinz Kahlau, „Downtown Manhattan“ von Günther Kunert ist überraschend gedankenreich, auch mein Liebling Peter Rühmkorf ist dabei und Robert Gernhardt stets obenauf.

Die Musik schwirrt die Texte ins Leben und bedient sich dabei in den Schubladen gleich mehrerer Schränke: George Benson klingt in manchem Solo durch, Björk, Bach, Miles Davis, The Cinematic Orchestra nennen Steller und Schulte bereitwillig selbst. Aber sie machen ihre Sache gut: Heraus kommt eine Musik mit Hang zu Jazz-Funk-Grooves und -Lines der 1970er, gepaart mit (Retro-)Beats der 1990er.

Das hat Geschmack und bietet blumigen Flair. Dass wir im Gesang keine Sexmaschine hören, sondern einen Feingeist mit Family-Feeling, das gibt Texten und Musik noch mehr Flair. Ein hörenswerter Spaß!

Musikalische Begleitung auf dieser CD: Frank Schulte Jahrgang 62 – D – arbeitet seit 20 Jahren im Spannungsfeld komponierter und improvisierter szenischer Musik in Zusammenarbeit mit Performance Künstlern, Tänzern, Schauspielern und Schriftstellern. Er komponiert musikalische Räume für Theaterinszenierungen, experimentiert mit neuen Klangerzeugungstechniken, mehrkanaligen Raum-Klang Anwendungen sowie telematischen Netzwerk Performances. Er gestaltet Klänge, Soundtracks und Atmosphären für Film und Fernsehen und entwickelt in Zusammenarbeit mit Videokünstlern eigene, konzeptuelle mixed media Projekte.

ISBN: 978-3-898-161091

 

Oliver Steller spricht und singt zeitgenössische Lyrik Hörprobe